Weniger swipen, mehr leben

Eine digitale Auszeit zu nehmen, erfordert Mut und Durchhaltevermögen. Doch es hat sich für mich auf jeden Fall ausgezahlt.

Kein PC, kein Social Media. Am Anfang fühlte es sich recht ungewohnt an, so als fehlte mir ein Teil. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. Ich war ständig hin und her gerissen.

Erst Entwöhnung, dann Erleuchtung

Überraschenderweise erlebte ich neue Facetten oder besser gesagt habe ich vieles von früher wiederentdeckt. In dieser Zeit habe ich mir jeden Tag kurze Notizen gemacht und das ist dabei herausgekommen:

  • Ich bewege mich viel mehr
  • Ich verbringe deutlich mehr Zeit in der Natur
  • Ich koche kreativer
  • Ich esse bewusster und fühle mich gesunder
  • Ich treffe mich viel öfters mit meinen Freundinnen
  • Ich schlafe viel besser
  • Ich lese die Zeitung wieder täglich
  • Irgendwie fühlt sich mein Gehirn klarer und freier an
  • Ich bin allgemein viel aktiver
  • Ich tanze und lache mehr
  • Ich kann mich besser konzentrieren
  • Ich singe wieder unter der Dusche
  • Heute saß ich auf der Gartenbank und habe einfach nichts gemacht
  • Irgendwie bin ich mehr beschäftigt mit Dingen, die ich tun will, statt mit Dingen, die ich tun muss
  • Ich habe viel mehr Zeit, um zu lesen
  • Ich bin viel weniger in Gedanken
  • Ich fühle mich ausgeglichener und glücklicher

Neue Grenzen setzen

Lebe ich jetzt ohne die digitale Welt? Nein, natürlich nicht. Allerdings habe ich meine Bildschirmzeit deutlich eingekürzt. Bei Social Media fand ich heraus, wie ein Zeitlimit eingestellt wird, und abends geht auch mein Handy in Ruhemodus.

Alles halb so wild, denn eigentlich habe ich in dieser Auszeit nichts verpasst, im Gegenteil!


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